Ein Stein wird zum Gold Stein und künftigen Wanderer…

Im Sommer 2020 war es endlich so weit! Das Projekt war schon längst durchgeplant und die Vorfreude groß. Johannes Angerbauer-Goldhoff wählte einen schönen Stein, um ihn künstlerisch zu gestalten. Bereits Jahre zuvor hatte er sich in die spannende und dramatische Geschichte des versunkenen Glasmacherdorfes auf der Hermagorer Bodenalm eingelesen.*

„Der auserkorene Stein“, so berichtet der Künstler, „lag vor einigen Jahren im Atelier vom Künstlerkollegen Daniel Hilgert, der ihn mir nach meiner Nachfrage ‚Der Stein hat so etwas Besonderes, Organisches‘ schenkte“. 😎

Und seine in das Vorhaben eingeweihte Kollegin Gia Simetzberger fragte er:

„Ich hätte da einen Stein für dich. Wenn er nass ist, ist er fast schwarz. Ich würde die Unterseite anbohren, füllen und vergolden. Wenn Du den Stein dann wo deponierst, berührt das Gold die Erde und ist von der visuellen Verlockung befreit. Was hältst du davon? GLG Hannes“

Es kam dann aber anders! Solche Projekte muß man einfach fließen lassen…

Der Stein passt, da war man sich einig. Der Goldkünstler erzählte froh:

„Bei Regen aus dem Garten geholt. Liegt nun im Freiluft Atelier neben philippinischer Goldwäscherpfanne, Regenbogen aus Muranoglas von Prof. Isolde Joham und Grünmarkt 14 Gehsteig Asphalt Relikt…“

Es wurde dann doch die Oberseite die Gold-Seite! So kann der Stein sein Licht in die Welt hinaus strahlen…

Spürbar hat so ein Entstehungsprozess etwas Magisches und alles rundum scheint im Kontext eine gewisse Bedeutung zu bekommen.

Weiter ging es mit der Magie… 😉 „Auch so ein Zufall… Durch die Beschüttung mit Vergoldergrund erreichten 12 ‚Rinnsale‘ den Steinuntergrund. Davon markierten 6 und 1 Tropfen die Arbeitsfläche. Ich bin sehr glücklich mit dem ‚Wander Gold Stein‘ GLG Hannes“

Ein runder Amethyst wurde mit dem Stein verbunden. Das Tüpfelchen auf dem i, irgendwie! Und natürlich in seiner Klarheit in Beziehung zur Glaskunst und als violetter Stein ein Symbol für Transformation.

Ja, eindeutig hatte der Schöpfer des Wander Gold Steins seinen Spass an der Arbeit und ließ sich von ihm sogar bei einem kulinarischen Schmaus Gesellschaft leisten…

Die Übergabe des Wander Gold Steins und zugleich sein erster Besuch an seinem neuen Heimat- und Bestimmungort Tscherniheim sollte am 27. Juli 2020 erfolgen. Leider sollte dies nicht sein. Aus gesundheitlichen Gründen entschloss sich Johannes Angerbauer-Goldhoff nach reiflichem Überlegen, die Reise nach Kärnten doch lieber nicht anzutreten.

Der 5,2 kg schwere Stein wurde am 29.7. sorgsam in ein Holzkistchen eingebettet und kam einen Tag später als Paket bei Gia Simetzberger in Hermagor an. Nun war war seiner neuen Heimat schon ganz nah! Er durfte sich ein bisschen ausruhen. Doch schon am nächsten Tag durfte er weiterreisen. Auf ging’s nach Tscherniheim!

*Buch von Helmut Prasch, Waldglas aus Oberkärnten 1621 – 1879, erschienen 1971

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